Verena Ertel

Abteilungsleiterin Geräteturnen

Geräteturnen

Geräteturnen – Was macht man da überhaupt?

Beim Gerätturnen geht es darum, Übungen an den verschiedenen Geräten nach den Kriterien Technik und Haltung möglichst sauber und fehlerfrei auszuführen. Dabei werden neben Koordination und Kondition auch Mut und Selbstbeherrschung gefordert.

Beim Gerätturnen gibt es drei Gruppen, in die die Übungen eingeteilt werden: Schwungübungen (zum Beispiel Überschläge), statische Übungen (zum Beispiel die Stütze) und Übungen mit langsamer Verlagerung des Körpers.

Aktuelles

    Informationen

    Trainingszeiten

    Montag    
    Geräteturnen17:00-19:00 UhrTurnhalle Heinrichstraße
    Donnerstag
    Geräteturnen4-6 Jahre16:00-17:45 Uhr Turnhalle Hochfelder Straße
    Geräteturnen7+8 Jahre17:45-19:30 Uhr Turnhalle Hochfelder Straße
    Geräteturnenab 9 Jahren18:00-20:00 Uhr Turnhalle Prinzeß-Luise-Straße
    Probestunden für die Wettkampfgruppen
    Dienstag
    ab 9 Jahren18:00-20:00 Uhr Turnhalle Prinzeß-Luise-Straße
    Donnerstag
    4-6 Jahre16:00-17:45 Uhr Turnhalle Hochfelder Straße
    7+8 Jahre17:45-19:30 Uhr Turnhalle Hochfelder Straße

    Das Wettkampftraining findet von Montag bis Freitag in verschiedenen Leistungsklassen statt.

    Wir bieten die Teilnahme vom Freundschaftswettkampf bis hin zur RTB-Liga an.

    Sollten Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, so kontaktieren Sie bitte die Abteilungsleiterin Frau Ertel oder die stellvertretende Abteilungsleiterin Frau Sommerfeld

    ( Tel.0178 -1786399 )

    Bericht 2020
    Beitrag

    Monatlicher Beitrag: 18,50 €

    Aufnahmegebühr (einmalig): Ein Monatsbeitrag

    Pflicht und Kür

    Bei einem Wettkampf gibt es in der Regel Pflichtübungen und Kürübungen. Bei der Pflicht muss der Turner verschiedene, vorher vom Kampfgericht festgelegte Übungen turnen. Da alle Turner das gleiche Programm haben, gibt es nur eine Note auf die Ausführung. Bei der Kür darf der Sportler selbst entscheiden, was er zeigt. Er stellt sein Programm vorher aus Übungen des sogennanten Code du Pointage zusammen. Darin sind alle Übungen mit ihrem Schwierigkeitsgrad aufgelistet. Bei der Kür setzt sich die Note aus zwei Teilnoten zusammen: eine auf die Ausführung und eine auf den Schwierigkeitsgrad der Kür.

    Bewertung beim Turnen

    Es gibt für jede Übung festgelegte Regeln, nach denen man den Sportler bewerten kann. So setzt sich die Endnote aus dem Schwierigkeitsgrad der Übung und den Punkten für die Ausführung zusammen. Je nach Anspruch der Übung liegt der Schwierigkeitsgrad zwischen 4,5 und 7,0 Punkten. Bei der Ausführung werden von 10,0 Punkten ausgehend Punkte für Fehler abgezogen. Beides wird addiert und ergibt die Note eines Kampfrichters. Die Noten der Kampfrichter werden zusammengezählt, wobei man die höchste und die niedrigste Bewertung streicht. Das macht man, um Extremwerte zu vermeiden, damit kein Kampfrichter parteiisch bewerten kann. Der Turner, der die höchste Punkzahl erreicht hat, gewinnt den Wettkampf. Generell geht bei allen Geräten die Landung in die Bewertung mit ein.

    Die Turngeräte

    Die Turngeräte, die im Wettkampfbereich geturnt werden, sind bei Männern und Frauen allgemein unterschiedlich. Einzig die Disziplinen Boden und Sprung gibt es bei beiden.
    Beim TSV Viktoria Mülheim absolvieren die Mädchen die Disziplinen in der olympischen Reihenfolge: Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden. Natürlich muss nicht jeder Turner in allen Disziplinen antreten. Es gibt, wie bei der Leichtathletik, Spezialisten in jeder Disziplin, aber auch Mehrkämpfer, die an allen Disziplinen teilnehmen.

    Bodenturnen

    Beim Bodenturnen wird auf einer 12 mal 12 Meter großen Fläche geturnt. Dabei handelt es sich um eine leicht federnde Unterkonstruktion mit darauf liegenden, dünnen Matten. Die Bodenkür dauert zwischen 50 und 70 Sekunden und ist meist mit Musik unterlegt. Es kommen sowohl akrobatische (Überschläge), als auch gymnastische (zum Beispiel Grätschen) Elemente vor. Das ganze wird rhythmisch zur Musik vorgetragen. Die ganze Fläche muss ausgenutzt werden und es dürfen keine Elemente wiederholt werden.

    Der Sprung

    Während früher das Sprungpferd verwendet wurde, springt man heute vom Sprungtisch. Dieser ist bei Frauen 125 Zentimeter, bei Männer 135 Zentimeter hoch und hat eine geneigte Fläche. Der Turner darf einen Anlauf von bis zu 25 Metern nehmen und springt von einem Sprungbrett ab. Dann überquert er akrobatisch den Sprungtisch. Dazu stützt er sich mit den Händen ab und gewinnt durch die leichte Federung im Tisch an Höhe. Nun kann er Überschläge oder ähnliches zeigen. Die Landung sollte so sicher wie möglich sein, denn sie geht in die Bewertung mit ein.

    Barren

    Der Barren besteht aus zwei parallelen Holmen, die in der gleichen Höhe angebracht sind, und zirka 50 Zentimeter auseinander liegen. Ein Holm besteht aus Holz mit einem Kunstoffkern und ist deshalb elastisch. Die Holme sind 3,50 Meter lang und in einer Höhe von 2 Metern angebracht. Hier werden hauptsächlich Schwung- und Flugelemente gezeigt. Schraubenkombinationen und Salti sind mitunter keine Seltenheit. Die Turner dürfen während ihrer Kür höchstens dreimal stoppen.

    Reck

    Das Reck gilt als Königsdisziplin beim Turnen. Es besteht aus einer 2,40 Meter langen Stange, die an zwei tragenden Stangen in 2,55 Meter Höhe montiert wird. Spanndrähte verleihen dem Gerät zusätzlich Elastizität. Der Turner schwingt sich um die Reckstange und zeigt dabei spektakuläre Flugelemente, nach denen er sich wieder an der Stange fängt und weiter schwingt. Drei und mehr Flugeinlagen pro Kür machen das Reck zu einer der attraktivsten Turndisziplinen für den Zuschauer. Die Landung wird meist mit einem weiteren Überschlag abgeschlossen.

    Stufenbarren

    Der Stufenbarren besteht, ähnlich wie der Barren, aus zwei Holmen. Jedoch sind sie in unterschiedlichen Höhen befestigt. Normalerweise ist der untere Holm bei 1,66 Metern, der obere bei 2,46 Metern angebracht. Auf dem Stufenbarren turnen nur Frauen. Die Übungen ähneln denen beim Reck der Männer, denn es werden hauptsächlich Schwung- und Flugelemente gezeigt. Außerdem darf man zwischen den Holmen wechseln.

    Schwebebalken

    Auch der Schwebebalken wird nur von Frauen beturnt. Es handelt sich dabei um einen 5 Meter langen und 10 Zentimeter breiten Balken aus Holz. Er wird von Stützen auf 1,2 Meter Höhe getragen. Beim Turnen auf dem Schwebebalken kommt es vor allem auf die Balance an. Es werden Sprünge, Halteelemente und Überschläge gezeigt, wie zum Beispiel Salti und Flickflacks. Beim Abgang wird extra Anlauf genommen um einem möglichst spektakulären Sprung zu schaffen.